Editor's Letter, Personal

Editor’s letter: Tschüss Blogpause

Seit meinem letzten Blogeintrag ist sehr viel Zeit vergangen. Wenn ich zurückschaue, wann ich das letzte Mal aktiv war, muss das um unsere Hochzeit 2018 gewesen sein. Danach kam der Blog komplett zum Erliegen. Eine Blogpause, die nicht ganz so geplant war.
In den zwei Jahren hat sich in meinem privaten Leben vieles getan, das ich hin und wieder auf meinem mittlerweile privaten Account auf Instagram mit meinen Followern geteilt habe. Das Leben hatte mich voll im Griff, und irgendwann musste ich feststellen, dass der Blog, und das ganze Konzept dahinter, in meinem Leben keinen Platz mehr hat. Vorerst…

Es ist witzig, denn ich muss da immer an eine Frage denken, die ich damals von einem Leser gestellt bekommen habe, als ich noch in Elternzeit war: „Wirst du mit dem Bloggen aufhören, wenn die Elternzeit rum ist?“ Damals kam mir das Danach ziemlich weit weg vor, und da ich schon so lange in diesem Business dabei war, habe ich entschlossen mit „Nein“ geantwortet. Zeitmanagement ist ja kein Problem. Aber ich stellte ziemlich schnell fest, dass ich nicht mehrgleisig fahren kann: Studium, Job, Familie, Haushalt und Blog unter einen Hut zu kriegen wurde irgendwann zur Hölle. Ich entschied, den Blog ruhen zu lassen. Zwischenzeitlich war er auch eine ganze Weile offline, bis sich mein Hoster mit unbezahlten Rechnungen bei mir meldete. Ups, ja richtig, da war ja noch was.
Der Blog wich von meiner Prioritätenliste, da ich mich auf mein Masterstudium fokussieren wollte, um es endlich abzuschließen. Das dauerte sowieso schon alles viel zu lang und hing mir am Schluss nur noch wie ein nerviger Klotz am Bein. Ich setzte mir zum Ziel mein Studium zum Ende des letzten Wintersemester abzuschließen. Irgendwie durchziehen war mein Motto. So verbrachte ich Wochenende für Wochenende in der Bibliothek, denn bereits im November 2019 trat ich eine feste Stelle als Pressereferentin an, und konnte somit nur noch an den verbleibenden Wochenenden an der Masterthesis schreiben. Es war ziemlich hart, aber es hat sich gelohnt. Im Februar 2020 gab ich sie ab und bereits im März hatte ich die Info im Postfach: Sie haben Ihre Masterarbeit bestanden und Ihr Studium erfolgreich abgeschlossen. Endlich! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie glücklich ich darüber war. Gleichzeitig wurde ich entfristet und somit war es absehbar, dass ich dem Blog mehr Zeit widmen kann. So war der Plan. Das Jahr begann ziemlich gut – bis zur Coronakrise. Seitdem musste unser Alltag neu strukturiert werden, was mit einem fünfjährigen Kind zu Hause und Homeoffice zur großen Herausforderung wurde. Meine geplante Kreativität und Energie steckt seit fünf Wochen in der Aufgabe, dem Kind und Job gleichzeitig gerecht zu werden, und kann nicht, wie von mir angedacht, in die Arbeit am Blog gesteckt werden. Aber nach zwei Jahren Funkstille machen einige Tage oder Wochen auch keinen Unterschied mehr, oder? Wir schauen, wie sich das alles in der nächsten Zeit entwickelt.
Im Hinblick auf meinen Blog möchte ich mich wieder dem Schreiben widmen – ganz unabhängig von irgendeinem Druck. Inhaltlich will ich mich aktuell noch gar nicht festlegen, auch wenn ich mir bewusst bin, dass es auf dem Markt mittlerweile alles gibt. Als Leser kann man sich vor Angeboten kaum noch retten und das Meiste spielt sich ja sowieso auf Instagram ab. Dennoch habe ich wieder Lust über diverse Themen zu bloggen, die mich auch persönlich beschäftigen und interessieren. Mir ist auch klar, dass ich den einen oder anderen Leser verloren habe und auch nicht mehr zurückgewinnen werde. Zu viel Zeit ist vergangen, zu viel hat sich in der Branche verändert. Ich möchte auch nicht mehr in der Liga mitspielen, sondern einen Ort schaffen, an dem ich meiner Leidenschaft, dem Schreiben, nachgehen kann. Und wenn der ein oder andere das gerne liest, freut mich das umso mehr.
Genug geschwätzt, jetzt heißt es: Ran an die Tasten. Ich bin voller Motivation, dass es hier wieder weitergeht.

Deshalb freue ich mich, wenn Du wieder am Start bist!
In diesem Sinne: Hoffentlich bis bald!

Ein Gedanke zu „Editor’s letter: Tschüss Blogpause“

  1. Corinna sagt:

    Hallo Monika,

    Ich weiss jetzt gar nicht mehr, was genau mich dazu gebracht hat „Monika fashionfreakwithheart“ zu googeln. Umso mehr habe ich mich ueber diesen Beitrag gefreut! Ich gehoere zu deinen Lesern der ersten Stunde – von damals, als myblog cool war und man noch in Foren unterwegs war.

    Ich freue mich wieder von dir zu lesen und wollte dir nur einen lieben Gruss da lassen 🙂

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