Letzte Woche: Stress, lästige Erkältung, Vorbereitungen für die Hochzeit

Da ich es letzte Woche mal wieder nicht geschafft habe, mehr „up to date“ zu bloggen, hole ich es in einem kurzen Resume nach.
In der letzten Woche stand viel Arbeit auf dem Programm. Wir haben ein Fotoshooting für neue Imagefotos aus dem Boden gestampft und für mich war das eine besondere (neue) Herausforderung, denn ich war in Planung und Organisation komplett involviert: Zwei Tage von morgens bis abends shooten, alles auf dem Schirm haben, hier und da improvisieren, koordinieren und dann musste ich auch noch selbst als Model einspringen. Als ich am Mittwoch Feierabend gemacht habe, war ich ganz schön platt. Pünktlich zum Wochenende war ich dann auch wieder krank: eine fette, fette Erkältung bahnte sich an. Emilie hatte schon zu dem Zeitpunkt eine Schnoddernase und hustete vor sich hin. Der Februar ist ein ganz besonderer Monat in der Kita: Alle Kinder sind dauererkältet und rennen mit einer triefenden Nase herum. Irgendwann kriegt man es als Elternteil auch ab. Mein Immunsystem war bestimmt schon angeknackst, ich habe mich mit den üblen Kitaviren angesteckt und beim Shooting musste ich kurz ohne Mantel nur in leichter Bluse agieren, sodass alle drei Faktoren zusammen mich vermutlich lahm legten.
Am Wochenende hatten wir dann erneut kinderfrei (wenn, dann haben wir das Glück am Stück), was mir zu Gute kam, weil ich mich ein bisschen erholen konnte. Nachdem Emilie von ihren Großeltern abgeholt wurde, flitzten wir noch auf den Wochenmarkt. Das war eine schöne Abwechslung, denn da war ich schon ewig nicht mehr. Chris geht viel regelmäßiger hin als ich, denn mir ist das Wetter aktuell noch zu kalt, um gemütlich über den Markt zu schlendern. Aber am Samstag konnte ich mich dann doch aufraffen. Zeitgleich nutzte ich die freien Minuten am Samstag und Sonntag, um mich dem Thema „Hochzeit“ zu widmen. Ich bin 48 Stunden lang in meine Tabellen, Listen und Moodboards eingetaucht, da ich tatsächlich noch einige Dienstleister abklappern wollte, um das Grundgerüst für unsere Hochzeit bald fertig zu haben. Aber dazu gibt es hier schon bald ein ausführlicheres Update.

To Dos an einem kalten Februarsamstag

Samstag! Und das heißt, Zeit um ein paar liegengebliebene To Dos im Haushalt zu erledigen. Den Morgen startete ich mit meinem obligatorischen frischgepressten Saft oder auch eine Art Smoothie (mein Ersatz für Süßigkeiten) und machte mich danach mit Kind an einen Teil der Aufgaben.

    * Wäsche waschen und bügeln: bei einem Kleinkind sammelt sich in der Woche und nach 5 Tagen Kita ziemlich viel an. Unsere Sachen müssen dann auch noch gebügelt und zusammen gelegt werden. Aber ein Ende ist in Sicht!
    * kurzes Clean-up im Kinderzimmer, Schlafzimmer und in der Küche: ein Teil ist schon erledigt, vielleicht schaffe ich noch schnell das Bad.
    * Papierablage: Das schiebe ich schon seit Wochen vor mir her, aber es wird immer mehr und jetzt ist es an der Zeit, das Chaos zu beseitigen.
    * Praktikumsbericht fertig schreiben: Auch so ein Punkt, der endlich zu Ende gebracht werden muss, weil ich es immer wieder vor mir her schiebe.
    * ein paar wichtige Mails schreiben
    * das Mittagessen für morgen vorbereiten
    * noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen und mit Emilie den obligatorischen Spaziergang machen

Ich hoffe, ich bin am Ende des Tages mit fast allem durch. Emilie hat bis jetzt ihren ziemlich knappen Mittagsschlaf abgehalten und ich werde nun versuchen, mich fertig zu machen, um den Einkauf zu erledigen. Es hat bei uns über Nacht wieder ein bisschen geschneit und die Temperaturen sind unterirdisch kalt, weshalb meine Lust ziemlich begrenzt ist rauszugehen, aber manche Sachen müssen dann doch sein.

Kinderfreies Wochenende

Das nächste Wochenende steht zwar wieder vor der Tür, aber das letzte ist mir in ziemlich guter Erinnerung geblieben, denn wir hatten kinderfrei: Emilie wurde am Samstag von Oma und Opa abgeholt, durfte sich bei der Familie mit vollem Bespaßungsprogramm austoben und wurde erst am späten Sonntag wieder bei uns ‚abgeliefert‘. Wir nutzten die Zeit für uns, und gingen samstagabends erst was gemütlich essen und danach ins Kino.
Da unser letztes kinderfreies Wochenende sehr lange her war, gingen wir alle Ideen, die in Frage kamen, durch: Kino, Essen gehen, Bowling, Schwimmen, SPA oder doch nur zu Hause faulenzen?
Ich wusste, dass ich aus unseren vier Wänden raus muss. Und mir schwebte noch ein Insidertipp vor, der schon lange auf meiner „Visit“-Liste stand. Bei meiner letzten Pressereise traf ich nämlich eine Journalistin, die mir die urige und in fünfter Familiengeneration geführte Apfelweinwirtschaft „Buchscheer“ in Frankfurt-Sachsenhausen empfahl. Dort gibt es noch selbstgekelterten Apfelwein (was in Frankfurt mittlerweile eine Besonderheit sei) und sehr sehr gute Frankfurter Küche. Also verbrachten wir dort den frühen Abend und ja, wir können das mit dem Wein und dem Essen nur bestätigen. Die Schnitzel und die Grillhaxe waren göttlich, die grüne Soße die beste, die ich bisher gegessen habe und der Apfelwein, für den ich ja am Anfang nicht so viel Begeisterung aufbringen konnten, wunderbar spritzig und geschmacklich top. Zum Abschluss gab es noch Schokocreme und ein Mispelchen, das ich ebenfalls noch nie getrunken/gegessen habe. Und das, obwohl ich schon nun das vierte Jahr hier wohne. Wir wollen die Buchscheer wieder zeitnah besuchen, denn ich kann gar nicht mehr aufhören von dem Essen dort zu schwärmen.
Anschließend haben wir uns La La Land im Lichtspielhaus angeschaut, aber ich kann auf den Film keine Lobeshymne anstimmen. Mich hat der Film leider überhaupt nicht ergriffen, weder die musikalischen Einsätze noch die Geschichte. Im Gegenteil: mich machte die eigentliche Message des Films, womit der Film beworben wird und durch die teils witzigen und teils wunderbaren musikalischen Einsätze ein wenig in den Hintergrund gerät, richtig wütend. Während des Films gab es einen Moment, in dem ich nur noch aufstehen und gehen wollte. Vielleicht – wenn etwas mehr Zeit verstrichen ist – schreibe ich einen ausführlicheren Artikel darüber. Nach dem Film saßen wir ziemlich sprachlos im Saal, wie vermutlich alle anderen.
Nach dem Film ergriff uns dann auch eher die „Eltern-Müdigkeit“ und wir fuhren wieder nach Hause, obwohl wir gerne noch in die eine oder andere Bar gegangen wären. Stattdessen ließen wir den Abend auf der Couch mit einem Whisky und Likör ausklingen. Am Sonntag schliefen wir dann mal ordentlich aus, frühstückten in Ruhe und verbrachten den Tag auf der Couch, bevor Emilie wieder kam. Das ist mittlerweile unsere Definition von Luxus.