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Jahresrückblick: Das war 2018

Hallo 2019, tschüss 2018! Mittlerweile sind die Straßen von den letzten Silvesterknaller befreit, die Weihnachtsdekoration wurde längst wieder im Keller verstaut, die Bäume entsorgt und seit Montag haben sich viele in die Arbeit gestürzt. So langsam kommen wir wieder im Alltag an. Ich hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gekommen und konntet ebenfalls gut in euren gewohnten Alltag starten.
Auch ich wollte wieder mit viel Power an die Sachen rangehen, aber mein Körper streikte direkt nach Silvester und zum Beginn des Jahres war ich wieder einmal ans Bett gefesselt. So langsam hat das ja Tradition. Deshalb nehme ich mir ein paar Minuten Zeit für einen Jahresrückblick, denn 2018 war ganz schön viel los!

Januar

Das neue Jahr begann für mich mit einem beruflichen Wechsel: Ich kehrte wieder in den Bereich Onlinekommunikation und Social Media. Doch die Freude über meinen Neustart währte nicht lange, denn kurz danach gab es für Chris eine Wendung, die wir so nicht erwartet hatten. Der Schock saß tief und die Panik machte sich zunächst breit. Aber wir haben uns nicht lange im Mitleid gesuhlt, sondern gleich Nägel mit Köpfen gemacht.
Ein großer Meilenstein in unseren Hochzeitsvorbereitungen waren die versendeten Einladungskarten. Außerdem verbrachte ich wieder mehr Zeit in der Universität.

Februar

Die Ergebnisse unserer Bemühungen hatten sich gelohnt, Chris startete beruflich neu und wir konnten etwas durchatmen. Wir feierten Fasching das erste Mal mit Emilie bei einer Karnevalsveranstaltung und danach privat mit Freunden. Ansonsten versuchten wir die kalte Jahreszeit so gut es ging zu überstehen, verbrachten viel Zeit im Hallenbad oder draußen, um das Kind auszupowern und den Tag irgendwie sinnvoll zu verbringen.

März

Wir genossen ein bisschen Zweisamkeit an einem SPA-Wochenende im Lindner Hotel in Speyer und trafen uns im Laufe des Monats mit weiteren Hochzeitsdienstleistern wie dem Konditor und unserer Dekorateurin. Es fiel noch einmal Schnee.

April

Ostern verbrachten wir bei meinen Eltern und so langsam aber sicher spürte man, dass der Frühling im Anmarsch war. Über die ersten Sonnenstrahlen freute ich mich sehr. Außerdem fand die Wein- und Sektprobe in unserer Hochzeitslocation statt.

Mai

Es wurde die 20-Grad-Marke geknackt, also richteten wir den Balkon für die neue Saison ein. Wäldchestag in Frankfurt: das erste Mal mit Emilie auf einem Riesenrad.  Die Hochzeitsvorbereitungen liefen auf Hochtouren: wir absolvierten unseren Tanzkurs.

Juni

Im Juni fuhr ich nach Polen, um mein Brautkleid anzupassen und abzuholen. Das war ein Act, denn die Tage vor Ort waren eng durchgetaktet und alles musste nach Plan laufen, denn viele Alternativen hätte ich nicht gehabt, wenn was schief gelaufen wäre. Aber alles klappte perfekt und ich fuhr mit meinem Kleid 14 Stunden mit dem Bus quer durch Polen und Deutschland bis nach Hause, um es dann bei meinen Eltern bis zum großen Tag zu verstauen. Chris verbrachte seinen JGA in Amsterdam. Der Juni läutete den Sommer mit einigen Partys an: ein Familienmitglied feierte seinen 30. Geburtstag auf einer Burg und mein Arbeitgeber organisierte ein fantastisches Sommerfest in der Klassikstadt. Nicht zu vergessen: die WM.

Juli

Kurz nachdem ich mit meinem Brautkleid zurückkehrte, fand mein JGA statt. Mit meiner Trauzeugin gemeinsam organisierten wir eine coole Quadtour durch den Odenwald und wollten abends gemütlich Essen gehen und irgendwo spontan feiern. Leider gab es einen unschönen Zwischenfall bei der Tour, der echt glimpflich ausging. Zum Glück wurde niemand ernsthaft verletzt, aber die Stimmung war danach etwas verhalten, weil wir alle ein wenig schockiert waren. Dennoch haben wir versucht, das Beste aus dem Abend zu machen.
Zwei Wochen später fand die standesamtliche Hochzeit im engsten Kreis statt. Wir wollten diesen Part klein und gemütlich halten, denn die große Feier sollte ja noch kommen. Wir genossen schonmal einige Tage die offizielle Ehe, die sich irgendwie noch total surreal anfühlte. Ich erledigte den ersten Papierkram mit dem neuen Nachnamen. Aber auf Wolke sieben schweben war nicht drin: es gab noch etliche Aufgaben, die für die freie Trauung zu erledigen waren. Die letzten Wochen bis zur großen Feier waren enorm stressig und gingen uns an die Substanz. Während wir eine Sache abhaken konnten, kamen zwei neue To-Dos dazu. Und wenn wir nicht im Büro saßen oder mit Dienstleistern telefonierten / skypten, so waren wir zum Stressausgleich bei den heißen Temperaturen so oft es ging im Freibad.

August

Der große Tag war gekommen: wir heirateten in unserer Traumlocation in Bissersheim. Zuvor jagte uns der Stress, denn es gab noch so viel zu erledigen und zu machen. Obwohl ich extrem aufgeregt war, und unsere To-Do-Liste erst in der letzten Minute als erledigt galt, freute ich mich auf diesen besonderen Tag. Am 25. August gaben wir uns im Garten des Weinguts Mussler vor Familie und Freunden das Ja-Wort und feierten mit unseren Liebsten bis in die Morgenstunden. Es war eine grandiose, emotionale Hochzeit und die epischste Party unseres Lebens, die ich nie vergessen werde!

September

Nach der Hochzeit hatten wir endlich Zeit zum Durchatmen und stürzten uns gleich wieder in Arbeit. Ich hatte noch Semesterferien und nutzte die Zeit, um durchzuarbeiten. Zudem nahm ich wieder die Recherche an meiner Thesis auf.

Oktober

Chris wurde 30! Auf seinen Wunsch hielten wir den Geburtstag klein und verbrachten zu zweit einen tollen, ruhigen Abend. Kurze Zeit später hatte Emilie ihren vierten Geburtstag und wir feierten zunächst nur mit der Familie zu Hause. Am Tag darauf flogen wir nämlich in unseren Mini-Moon nach Zypern und genossen tatsächlich noch einige warme und schöne Tage auf der Insel.

November

Anfang November kamen wir aus unserem Minimoon aus Zypern zurück. Ich wurde 29. Den Geburtstag feierte ich mit Freunden in einer gemütlichen Runde. Wir organisierten für Emilie nachträglich noch einen Kindergeburtstag in einem Indoorspielplatz, was für uns eine Premiere war. Aber alles klappte problemlos und Emilie war total happy. Der November war auch der Monat mit vielen Kiddiegeburtstagen, Terminen zu Elterntreffen, Elterngesprächen und Bastelstunden im Kindergarten.
Das Bammeln hatte ein Ende und Chris hatte beruflich einen Meilenstein erreicht und wechselte von der befristeten zur unbefristeten Anstellung. Mit dem November endeten so gut wie alle Verpflichtungen und wichtigen Termine des Jahres und wir konnten das erste Mal seit langem ein wenig aufatmen und entspannen.

Dezember

Der Dezember war ziemlich ungemütlich und gestaltete sich ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte. Wir arbeiteten mit angezogener Handbremse, weil ständig jemand von uns krank war. Richtig auskurieren war leider nicht drin. Deshalb kam letztes Jahr so gut wie keine Weihnachtsstimmung auf und mir fehlte die Kraft und Lust diese magische Zeit besonders zu gestalten, was mir im Nachhinein ein wenig leid tat. Uns kam es sehr gelegen, dass unsere Eltern Weihnachten ausrichteten und wir nur noch unsere Koffer packen mussten und das Fest im Kreise unserer Liebsten erleben und genießen konnten. Das neue Jahr begrüßten wir recht unspektakulär zu Hause im engsten Kreis.


20 Gedanken

Das vorherrschende Gefühl
Eine Mischung aus Glück, Stress, Liebe, Verzweiflung und Geborgenheit

Die meiste Zeit verbracht mit?
Hochzeitsvorbereitungen

Der schönste Moment
unsere standesamtliche und freie Trauung <3 <3 <3

Der schlimmste Moment
Es war kein schlimmer Moment, aber ein schmerzlicher: Ich gehe mit großen Schritten auf die 30 zu und musste realisieren, dass ich viel zu viel Zeit für mein Studium vergeudet habe (ohne richtig produktiv gewesen zu sein).

Die größte Überraschung
Chris hat sich beruflich gut entwickelt und positioniert.

Das größte Abenteuer
Das ganze Jahr war ein großes Abenteuer, aber zu heiraten war schon etwas Besonderes.

Größtes Erfolgserlebnis
Ich habe gleich im neuen Jahr einen echten coolen Job mit spannenden Aufgaben angefangen, tolle Arbeitskolleginnen und -kollegen kennen gelernt und fühle mich seitdem echt wohl dort.

Der größte Schock
Meine Finanzen und Vorsorge! Ich musste einsehen, dass hier absolutes Chaos herrscht und ich vieles über Jahre stiefmütterlich behandelt habe. Das zu ordnen und neu zu strukturieren wird bestimmt einige Zeit brauchen. Das ist auch ein extrem wichtiges Thema für mich geworden, dem ich mich die nächste Zeit intensiv widmen werde und nicht mehr so leichtfertig angehen werde.

Nochmal erleben
den Moment der freien Trauung

Wort des Jahres?
Klimawandel

Stadt des Jahres?
Bissersheim

Erkenntnis des Jahres
Auf Familie und Freunde ist immer Verlass. Es gibt noch einige Baustellen in meinem Leben, an denen ich dringend arbeiten muss.

Jemand besonderen kennengelernt
meine neuen Arbeitskolleginnen und -kollegen

Gelernt
Ich habe gelernt, dass ich mich in Geduld üben muss und nicht alles auf einmal haben und machen kann. Alles braucht seine Zeit.

Aufgehört
Ich habe aufgehört, Social Media mit Druck zu „begegnen“.

Begonnen
Ich habe den Blog wieder reaktiviert, da mir das Schreiben ziemlich gefehlt hat.

Zum ersten Mal gemacht
geheiratet und nach Zypern gereist

Nach langer Zeit wieder gemacht
Wir waren endlich mal wieder im Urlaub.

Gar nicht gemacht
Ohne Zeitdruck ein Buch gelesen. Sport war Mangelware. Nicht im Theater gewesen. Zu wenig gereist. Entspannung war ein Fremdwort.

Davon möchte ich mehr
Reisen, Reisen und nochmal Reisen!

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